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Traumhaft: Rund um den Ith (9.9.12)

[10. 09. 2012]

145 km unterwegs mit Freunden

Auf meine Einladungsmail hatte sich zunächst nur Fritz gemeldet, aber mit gut Zureden standen wir am Sonntag dann mit 9(!!) Radländern am Start. Das Wetter war aber auch einfach zu schön...

Kleine Vorgeschichte: Bei Anmeldung der Tour bei der besten Ehefrau von allen hieß es nur: „Mach, aber sei leise. Ich will ausschlafen.“ Kein Problem, Geliebte. Sonntag morgen: Ich: Auf der Toilette. Gattin: „Hast du nicht gehört, es hat geklingelt?“ Dahinter Tochter: „Welcher Depp klingelt denn vor 7 Uhr hier“. Dann kam noch mein Sohn aus seinem Zimmer: „Was'n los, hat es geklingelt?“ Vor der Tür: Der liebe Björn – er wollte auch in Wennigsen in den Radland-Express einsteigen, und da „habe ich gedacht, ich klingel mal bei dir“....... Uuuh, das werde ich sicher noch nächstes Jahr aufs Butterbrot bekommen!!

Na, jedenfalls dank Fritz schicken Bulli kamen wir dann ökologisch halbwegs wertvoll mit nur 2 Autos nach Pattensen. Sigi kam separat, und Didi sogar mit dem Rad vorgefahren: Vorbildlich.

Gerti hatte nach wenigen Trainingskilometern in letzter Zeit gleich gesagt: „Leichtes Gepäck, Alter. Vor allem: Nicht das wegen Übergewicht die neue Kette gleich wieder ausleiert“. So war ich denn trotz Morgenfrische komplett in Kurz unterwegs, aber es wurden im elitären Radländer-Kreis ein paar Beinlinge, eine Jacke, Westen und jede Menge Armlinge gesichtet. Warmduscher! Na, die Klamotten wurden bald überflüssig.

Noch beim Warmfahren, so nach 10 km, rollten wir auf eine große Gruppe auf. Bei sich abzeichnendem Gegenwind auf den ersten rund 70 km hängen wir uns hinten ran, ein paar Körner sparen. Aber da sind mal wieder jede Menge „Laien-Darsteller“ unterwegs, die „Freistil-Fahren“ veranstalten - bloss weg. Schnell sammeln wir uns vorne, und an der Holzmühle bietet sich eine erste Gelegenheit zum Aussieben, aber so richtig weniger werden es nicht. Wir beschließen: Erste Station in Coppenbrügge wird ausgelassen!

Einige der Starter bleiben dran, so dass wir dann mit etwa 15 Leuten rechts um den Ith herum rollen. Schöne Blicke in die Landschaft bieten sich bei Traumwetter, die Strecke geht rauf und runter. So richtig weh tut es noch nicht, aber bei welligem Terrain und weiterhin Gegenwind wird es Martin (mit noch wenigen Trainings-Kilometern) doch etwas viel. Der Veranstalter hat eine nerviges Teilstück an der Bundesstrasse ersetzen können wir rollen über eine wunderschöne Nebenstrecke nach Eschershausen zur zweiten Station. Kleine Geschäfte gehen auf dem Bauernhof eher schlecht, und so rollen wir etwas zurück und schlagen uns in die Büsche. Auch unser Görlie kommt zu ihrem Recht.

Beim Wiederanfahren verabschieden wir uns von Martin: Streckenteilung, er geht auf die 100-er Runde. Wir anderen fahren weiter, grobe Richtung: Seesen. Die Strecke ist jetzt wohl rd. 12, 13 km etwas nervig (Bundestrasse), aber der Verkehr hält sich in Grenzen. Schließlich: Links ab und da ist das heutige Highlight: Die „Wand nach Kaierde“. Immer wieder heftig, hier wurde schon Alpen-Könige zu Weserbergland-Grafen degradiert.... Immerhin: Ab hier bis ins Ziel Schiebewind!! Der Anstieg zieht sich, nach der Linkskurve ist noch lange nicht Schluss. Mit Zähne zusammen beißen kommen wir aber alle gut rüber und lassen es in der Abfahrt schön krachen. Und erreichen in Delligsen die dritte Station.

Obwohl Marc noch gerne geblieben wäre („Habt Ihr zu Hause schon alle den Grill an oder was?“) machen wir nur kurz Rast und nehmen die nächsten Huckel in Angriff. So richtige Kracher sind nicht mehr dabei, aber doch durchaus etwas zum kämpfen. Unermüdlich und wieder mal nicht unterzukriegen: Der Präsi (Karsten), der ständig Führungsarbeit leistet. Kurz hinter der Weltstadt Duingen (spricht mal vielleicht wie „Düngen“?) Zusammenführung mit der 100-er Schleife. An der folgenden Rampe platzen dann Pati und Marc weg, ich will warten um die Beiden in der Abfahrt wieder ranzufahren (falls ich das mit müder werdenden Beinen noch hinbekomme). Leider hält bei der nächsten Ortsdurchfahrt ein dämlicher 4-radfahrer an einer Fahrbahnverengung komplett an – und schon sind wir abgehängt. Die Anderern merken unser Fehlen nicht gleich und da hilft nur: Versuchen, die Lücke mit Volldampf zuzufahren.... Schließlich wird den Kumpels ihre „Einsamkeit“ bewusst und sie warten. Das ist ja das Schöne an den Radländern, das kameradschaftlich gefahren wird. Motto: Zusammen losfahren, zusammen ankommen.

Über Mehle geht es dann zur vierten Kontrolle, an der wir uns, ca. 25 km vor dem Ziel, nicht weiter aufhalten. Noch kurz die Marie(nburg) von hinten genommen dann mit locker 40 km/h ab nach Pattensen.

Am Ende trotz recht hügeliger Strecke und reichlich Gegenwind ein schöner 30-er Schnitt auf den gut 145 km. Das Bratwürstchen bzw. der Kuchen ist reichlich verdient.

Leute, es war schlicht und ergreifend eine fantastische Runde mit Euch in bester Radländer-Tradition. Freund- und kameradschaftlich, unterhaltsam, nettes Geplauder: Einfach toll. Ich hoffe, Ihr seid genauso „angefixt“ wie ich von dieser wunderbaren RTF und kommt nächstes Jahr wieder mit, einmal rund um den Ith. Und an diejenigen, die nicht dabei waren: Fleißig trainieren und dann, vielleicht, nächstes Jahr!!!

DANKE an den Präsi, Marc, Fritz, Pati, Martin, Didi, Sigi und Björn (mein Weckmeister....)

Euer Harti

 

Kommentare: 1

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UserBjörn
Date / Time11.09.12 - 07:33

... Das mit dem Wecken tut mir redlich leid, doch wie war das noch mal mit 5 min. vor der Zeit ist eine Zier? Eventuell hab ich das etwas übertrieben.

Sorry an die Familie Witrien.

Danach sind aber keine Patzer mehr geschehen und so wurde die Ausfahrt, wie Harti es beschrieben hat, eine schöne, gern zu wiederholende "Schau ins Land"- Runde.

Für mich, da ich bei der anstehenden großen "Abschlußfahrt" leider nicht teilnehmen kann, war dies ein wunderbarer Ausklang, der alle Vorzüge des "Radland-fahrens" deutlich zu Tage befördert hat. Kameradschaftlich, rücksichtsvoll und sportlich ging es zu- eben so, wie es sein soll.

Danke an alle, die das Radlandfahren so ereignisreich machen und uns unterstützen...

Angefangen bei dem Chefe, den Organisatoren diverser Aktivitäten, Sponsoren und Ausrüstern (sei es ein benötigter Anhänger, T5, oder "Taxi nach Paris").

Ich wünsche Euch allen viel Spaß bei Marcs "kleiner" Runde und kommt mir fit aus dem Winterschlaf wieder.

Gruß, Björn

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