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Tofu statt Schnitzel

[31. 08. 2011]

Frustbekämpfung auf „Radländer-Art“

Nachdem die voller Vorfreude erwartet Marathon-Ostesee-Tour dem fiesen Wetter zum Opfer fiel, musste Ersatzstoff her. Was dem Ex-Raucher sein Nikotimpflaster, dem Junkie sein Methadon, ist dem gefrusteten Harti eine schicke RTF. In diesem Fall die „7 Berge RTF“, ab Sarstedt (28.8.11)

Nicht so richtig motiviert verlasse ich die wohlige Wärme meines Bettes kurz nach 7 Uhr. Ausgiebiges Früstück, die eigentlich für Samstag gedachten Sachen sind ja nicht schlecht geworden. Kurz nach 8 Uhr aufgesattelt Richtung Sarstedt. Der Wind bläst ordentlich, kommt aber eher von hinten. Die Anfahrt zieht sich in die Länge, als ich kurz nach 9 Uhr zur Anmeldung hoppele, ist die „große Blase“ schon los. Was jetzt noch so losfährt bzw. rumsteht, sieht eher nach 25-er Schnitt auf einer 75-er Runde aus. Also solo los.

Wind von vorn, Zuckerfabrik Nordstemmen, die Wellen bei Betheln sind giftig, vor allem bei allmählich nervendem Gegenwind. An einer Ampel sammele ich einen Crossrad-Fahrer auf, Verstärkung? Nee, Führungsarbeit ist da nicht zu erwarten. Bereits vor der ersten Station in Brüggen muss er abreissen lassen. Dafür kommen kurz nach mir dort 2 Fahrer an. Also wenn die aufholen.... schon sind wir uns einig und fahren zu Dritt weiter. Na, das übliche Problem: Einen bis anderthalb Köpfe kleiner als ich. Immerhin haben meine Beine jetzt hin und wieder Windschatten :-))

Fahren können die beiden, der Kleinere ist bärenstark am Berg, der Größere kann auf der Geraden ordentlich Tempo bolzen. Ich habe einige Mühe, dran zu bleiben. Gegenwind in Nordsee-Stärke ist auf Dauer nicht mein Ding. Alfeld Freden, Wispenstein – es bleibt sehr wellig und landschaftlich großes Kino. Die Gegend um Alfeld herum hat wirklich was!

Zweite Station in Delligsen, die Kumpels wollen nun doch auf die 155-er Runde. Kaierde, Capellhagen – dass sind ja durchaus Namen, die auch mein Herz höher schlagen lassen. Aber bei An- und Abreise mit dem Rad, da kommen ja locker 220 km zusammen. Nee nee, die habe ich nach 60 km im Wind und dem ständigen Hoch und Runter heute nicht mehr in den Beinen. Also wieder alleine weiter. Aber: 2-mal rechts ab – endlich Rückenwind. Landschaftlich weiter sehr schön, bei Reinsen, Eime, Mehle (dritte Station) riecht es schon heimatlich. Altbekannte Wege - Schulenburg, Jeinsen, und schon ist Sarstedt erreicht.

Puuh– jetzt „nur“ noch 30 km bei Gegenwind nach Hause. Gut was platt, aber viel Wasser, reichlich Fisch – das Sofa ruft. Entspannt (und besser gelaunt) mit dem Laptop auf dem Schoß einen kleinen Bericht getippt.

Fazit: Nicht nur als Ersatzdroge – die RTF ist Klasse. Sie hätte einen besser gelaunten Harti verdient gehabt. Tolle Landschaft, etliche „Auf's und Ab's“, durchaus eine echte Herausforderung. Niveau: „Zum roten Fuchs“. Nächstes Jahr mit ein paar Radländern hin, oder Anreise mit Auto. Und dann die 155-er Runde – klingt gut!

(Nicht mehr ganz so geknickte) Grüße

Hartmut Wittrien

Wennigsen, 28.8.2011
 

 

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