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Königsetappe - den Deich in Sichtweite

[09. 08. 2011]
Für meine Gunnie, die beste Ehefrau von allen. Und für Gritti und Jörg, die besten Schwiegereltern von allen – waren schöne Tage mit Euch.
 
Vorletzter Urlaubstag, der Wetterbericht verheißt bestes Wetter - um 5.30 Uhr aufstehen? Im Urlaub? So beknackt kann man(n) doch nicht sein? Doch, wenn man anschließend noch einmal im Meer schwimmen will - und ab 12.00 Uhr die einsetzende Ebbe das Baden unmöglich macht.... Also raus aus den Federn, ein paar Schnittchen rein, aufs Rad und um halb sieben losgerollt.
 
Von Norden nach Norddeich, erst einmal Wind schnuppern. Kommt eher aus Ost, dass passt ja wunderbar. In Norddeich hoch auf den Deich, Meer begucken... Kaum eine Menschenseele unterwegs. Auch die Möwen noch im Halbschlaf. Eine erschreckt sich so über den Radler, dass sie einen gigantischen Bratzer fallen lässt. Glück gehabt: 2 Meter weiter rechts, und ich hätte wohl umkehren müssen....
 
An der anderen Seite des Norddeicher Fährhafens weiter, zunächst noch direkt am Meer lang. Immer wieder herrlich, diese Weite. Dahinten Norderney. Auch dieses Jahr wieder keine Wattwanderung hinbekommen, was solls. Nach einigen Kilometern: Naturschutzgebiet. Also rüber über den Deich. In dessen Windschatten ist auch der Gegenwind erheblich erträglicher, Harti nimmt Fahrt auf. Hin und wieder scheuche ich einen Hasen auf, sind die schnell. Bei Tempo 31, 32 ist kein Näherkommen, erst so bei rund 35 hole ich einmal einen ein. Er erschreckt sich so, dass er „seine“ Lücke im Schafszaun verpasst und volle Pulle abprallt. Wie ein Pflummie prallt er zurück, vor Lachen falle ich fast vom Rad. Im zweiten Anlauf findet er dann seinen Ausweg.
 
Mit liebevollen Blicken nach rechts in das ostfriesische Flachland vergeht die Zeit wie im Fluge, Neßmersiel, Westaccumersiel. Es geht kurz den Deich hoch, ich liebe diesen kleinen Fährhafen und rolle ganz langsam, den Blick in die Ferne. Weiter geht es nach Bensersiel, hier verlasse ich die unmittelbare Nähe des Deiches. Aber er bleibt in Sichtweite. Zwar ginge die Weiterfahrt am Deich, allerdings ständig unterbrochen von Schaftoren. Dafür habe ich heute keine Zeit. Also weiter (auf sehr guten Radwegen) Richtung Neuharlingersiel und Carolinensiel. Hier schenke ich mir die Ortsdurchfahrt und nehme die neue Umgehungsstrasse. Nicht so schick, aber dafür rollt es super. Friederikensiel, Minsen, schon ist meine heutige Umkehrmarke Schillig in Sicht. Aus meiner Richtung eher kein so schöner Anblick. Mein Sohn war aber nach einer Klassenfahrt sehr angetan von dem Ort, also will ich niemanden schlecht machen.
 
Nach kurzer Pause an einem der vielen Windräder geht es mit Rückenwind zurück. Von der Rückfahrt erwähnenswert der Vollpfosten vom Pflegedienst der Caritas, der mich laut hupend schneidet und Richtung Radweg zeigt. Jaja du Depp, aber den Radweg kenne ich – der ist mit Schlaglöchern übersäht. Beim „Ortsschildsprint“ (Sieger und einziger Teilnehmer: Hartmut) in Norddeich erreiche ich das erste und letzte Mal in diesem Urlaub Tempo 50. Am Ende meiner kleinen Königsetappe: 136 km mit nem 32-er Schnitt, nicht so ganz schlecht......
 
Kurzer Boxenstopp in der Ferienwohnung und um 11.30 Uhr bin ich am Strand bei der Familie – ab ins Meer....
 
Erholte Grüße
 
Harti
 
 
 

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