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Durch Marsch und Heide

[02. 06. 2014]

RTF Winsen/Luhe 29.5. 14 … so ein schöner Vatertag
Für meine 4 „Wilden Landwirte“, waren schöne Tage bei Euch

Da stehe ich also um 09.00 Uhr am Start in Winsen. Andernorts soll es ja seit Tagen regnen, hier ist es nur bedeckt und kühl. Glück gehabt und die richtigen Tage für meinen Verwandtenbesuch, mit angehängter RTF-Teilnahme, ausgesucht. Mit mir sind noch so ca. 250 RadlerInnen der Meinung, dass man zumindest einen Teil von Himmelfahrt auf dem Rad verbringen sollte.

Blick rundum, auch hier gilt: Teures Material allenthalten, einige coole bis obercoole Gesichter hinter Sonnenbrillen (die scheint doch gar nicht, nanu). Die können bestimmt ganz toll Radfahren. Mein Nachbar und ich kommen ins blödeln: Na, auch Wodka in der Trinkflasche? Nee, Doppelkorn. Und statt Riegeln und Power-Glibber Cognacbohnen und Mon Cherie. So muss es sein am Vatertag...

Endlich Start, in geschlossener Gruppe geht es los. Rückenwind, es wird ordentlich geheizt. Da ich die große Runde mit 170 km plane, bleibe ich vorne eng dran – was an Kilometern weg ist, ist weg. Dem Alt-Lüneburger kommen die Ortsnamen dann doch bekannt vor: Mechtersen, Vögelsen (!), vor allem aber: Radbruch - hoffentlich nicht. Nee, alles geht gut. Erste Kontrolle, die meisten fahren mit mir durch.

Kurz danach Streckenteilung - und plötzlich ist die bisher gut 50 Leute starke Gruppe auf 3 (drei!) dezimiert. Einer kommt noch von hinten, einen sammeln wir vorne auf – zu fünft geht es weiter. Jetzt kommt eine Extraschleife für uns 170-er Fahrer, die 2-te Kontrolle ist also wieder die Erste. Unterwegs geht es durch Barnstedt (da habe ich doch eins der 5 Tore meiner Fussballerkarriere geschossen?), Heiligenthal, Drögennindorf (Ortsnamen sind das...). Zwischendurch fehlen mal die Hinweispfeile (glücklicherweise hat einer aus der Gruppe die Strecke heruntergeladen). Kommentar des Veranstalters: An der Kreuzng haben wir schon drei aufgehängt - aber an Vatertag machen sich halt die Leuten gerne einen Spaß. Haha...

Wir kommen umwegfrei zurück zum Depot 1 bzw. 2 (den Namen kreiert einer aus der Gruppe – klingt doch viiiiel schöner als die olle Kontrolle). Nun geht es für uns auf der 120-Strecke weiter. Einer aus unserem kleinen Team hat es ganz eilig, wir lassen ihn ziehen. Der war in kurz/kurz unterwegs, was mal sicher viel zu wenig war. Fuhr dafür aber einen ganz heißen Reifen. War es bisher phasenweise leicht wellig, wir es nun dank diverser kleiner aber feiner Stiche doch recht anstrengend. Da gönnen ich mir einige Hänger – meine „Bergfahrerzeiten“ sind wohl vorbei. Allmählich geht es rüber in die Heide. Erika blüht um diese Jahreszeit natürlich nicht, trotzdem ist es landschaftlich sehr reizvoll. Was mir an 2 oder 3 Bergkuppen ein ehrlich gemeintes „Wow“ entlockt. Sehr schön, sehr schön.

Undeloh, Asendorf (waren die Ase nicht irgendwelche Götter?). Und als Höhepunkt der Ortsnamen: Quarrendorf. Da bin ich dann ja fast vom Rad gefallen. Quarrendorf. Da bin ich auch in meinen Lüneburger Motorradtagen nicht durchgekommen. Beim dritten Depot verabschiedet man uns mit „Bis nachher“. Denn nun kommt wieder eine Schleife. Gut 100km sind rum, mein Hänger ist lange vorbei. Dafür schwächeln nun zwei andere aus der Gruppe. Den Jung von der Uni Hamburg verlieren wir dann nach gut 130 km an einem Anstieg – der muss umgedreht sein, denn trotz warten am Depot 4, er kam nicht. Dabei hatte ich dort extra Kettenspray für seine nervend knarzende Kette besorgt.

Beim Weiterrollen schließen sich uns einige neue Mitstreiter an. Die beiden Jungs im „Tannen-Zäpfle“-Trikot habe ich gleich gefressen, die überholten so angeberisch. Noch gut 20 km. Lag es am Tee oder an der Waffel (da habe ich ja bekanntlich einen dran, also an der Waffel) an Depot 4, jedenfalls bekomme ich jetzt so richtig Lust auf Speed. 32, 33 – Leute, dass geht auch schneller. Also ab nach vorne und Tempo gemacht. Kaum gehe ich raus, wieder runter auf 32. Die wollen mich ärgern.... Naja, nach einigem hin und her platzen kurz vor Schluss die „Tannenzapfen“ jedenfalls raus (das rundete den Tag perfekt ab!) und kurz darauf ist Winsen wieder erreicht.

Fazit: Was für ein schöner Tag. Tolle Tour, viel Spaß, prima Gruppe. Einen neuen Radkumpel aus Soltau kennengelernt. Nettes Gefrotzel und Geblödel an den Depots. Gute Verpflegung. Kritisch allerdings anzumerken: Es gab keine Schmalzbrote. Nächstes Jahr, wenn es passt: Gerne wieder.

Herzlichen Gruß

Euer Harti

 

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